Leitbild
wohnen, fördern und begleiten
Selbstbeschreibung
Seit dem 01.01.2001 ist die Netzwerk Diakonie eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Alleiniger Gesellschafter ist der Diakonie Mark-Ruhr e.V.. Entstanden ist die Netzwerk Diakonie gGmbH aus einem Fachbereich des Vereins. Dieser vereint seit dem 01.01.2000 die wesentlichen diakonischen Angebote des Kirchenkreises Iserlohn über eigene Fachbereiche oder über Tochterfirmen, wie beispielsweise die Netzwerk Diakonie gGmbH. Der im Handelsregisterauszug beschriebene Gegenstand des Unternehmens ist „der Betrieb von Wohn- und Tagesstätten sowie das Vorhalten ambulanter und offener Dienste für Menschen mit Behinderungen.“ Die Netzwerk Diakonie richtet sich an Menschen mit geistiger Behinderung sowie an Menschen mit psychischer Erkrankung im nördlichen Märkischen Kreis sowie der Stadt Schwerte und dem Hagener Stadtteil Hohenlimburg.Mit ihrer Frühförderstelle bietet die Netzwerk Diakonie in Iserlohn Kindern mit Entwicklungsproblemen und deren Eltern frühe Hilfen und Beratung.
Geschichte
Der Ursprung unserer Arbeit ist auf das Wirken des Iserlohner Gemeindepfarrers und Synodalbeauftragten für Diakonie, Karl-Heinz Horstmann, zurückzuführen. Auf seine Initiative hin nahmen in den 70er Jahren, in Weiterentwicklung tagesstrukturierender Angebote für Menschen mit geistiger Behinderung, die Werkstätten für Behinderte im Kirchenkreis Iserlohn ihre Arbeit auf. 1983 wurde die Frühförderstelle ins Leben gerufen, die im Stadtgebiet Iserlohn entwicklungsverzögerten Kindern ein ambulantes Förderangebot macht. Bald wurde von besorgten Eltern die Frage an Pfarrer Horstmann herangetragen, wo denn ihre geistig behinderten Kinder einmal leben sollen, wenn sie sich nicht mehr um sie kümmern könnten. Diese Sorge aufgreifend, plante er das erste Wohnheim für Behinderte an der Bodelschwinghstraße in Iserlohn, welches 1985 eröffnet werden konnte. In den Folgejahren kamen weitere Wohnheime, Außenwohngruppen sowie differenzierte Wohn- und Betreuungsangebote wie das stationäre Einzelwohnen und die Tagesgruppe hinzu. Mit dem Betreuten Wohnen und dem Familienunterstützenden Dienst wurde der steigenden Nachfrage nach ambulanten Angeboten für Menschen mit Behinderung bzw. deren Angehörigen Rechnung getragen. Ebenso setzte sich die Diakonie Anfang der 70er Jahre für eine Verbesserung der gemeindenahen Versorgung psychisch kranker Menschen ein. 1972 bildete sich in Iserlohn ein Kreis von engagierten Bürgerhelfern, der später als „Arbeitskreis zur Hilfe für psychisch kranke Mitbürger“ benannt wurde. Aus der Tätigkeit dieses Arbeitskreises ging 1973 die „Begegnungsstätte Club 73“ hervor. Professionell geführte Einrichtungen und Dienste kamen hinzu: 1984 das Betreute Wohnen, 1986 die Beschäftigungsinitiative, aus der 1994 die Tagesstätte hervorging, 2003 das Wohnheim am Pastorenweg.Menschenbild
Unsere Arbeit basiert auf der Botschaft Jesu Christi, sie soll unser Handeln leiten. Jeder Mensch ist einzigartig und von Gott geliebt. Wir wollen den Menschen, die unsere Angebote in Anspruch nehmen, ihren Bedarfen entsprechend mit unseren Möglichkeiten auf Grundlage fachlicher Standards helfen. Wir sehen den von uns betreuten Personenkreis als Auftraggeber bzw. Kunden, deren Würde wir achten und denen wir mit Respekt begegnen. Durch unser Handeln wirken wir. In einer den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit berücksichtigenden Sichtweise tragen wir Mitverantwortung für sein seelisches, körperliches, geistiges und nicht zuletzt geistliches Wohlergehen.Ziele
In der Gesetzgebund der Bundesrepublik Deutschland sind Menschen mit und ohne Behinderung, in Bezug auf ihre Grundrechte und deren Umsetzung, gleichgestellt.In diesem Sinne bieten wir den Menschen, die sich an uns wenden, Hilfe zur Umsetzung ihrer Rechte an. Dabei orientieren wir uns primär an den Wünschen der Kunden, unter Berücksichtigung anerkannter fachlicher Standards, wie dem Normalisierungsprinzip sowie der Wahrung von Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung. Wir entwickeln differenzierte Hilfsangebote, die dem Kunden Wahlfreiheit ermöglichen. Unsere Hilfe soll immer auch Hilfe zur Selbsthilfe sein. Wir streben an, die Fähigkeiten unserer Kunden weitestgehend zu erhalten und sie nach mit ihnen abgestimmten Zielsetzungen weiter zu fördern. Die Orientierung an zeitgemäßen Hygiene- und Pflegestandards ist für uns selbstverständlich. In den Wohnheimen sowie in den Außenwohngruppen bieten wir unseren Kunden ein möglichst an ihren Wünschen orientiertes Zuhause. In den ambulanten Betreuungsangeboten unterstützen wir die Kunden beim Aufbau und bei der Gestaltung eines eigenen Zuhauses. In der Frühförderung ist die Integration des Kindes in die Gesellschaft und die sich daraus ergebenden Lebensqualität umfassendes Ziel des pädagogischen Handelns. Integration in diesem Sinne beinhaltet die größtmögliche Selbstständigkeit, die Teilnahme am sozialen Leben der Familie und des weiteren sozialen Umfeldes. Der Abbau von Vorurteilen und Barrieren aller Art durch Information, Stellungname und aktive Teilhabe soll helfen, die Situation unserer Kunden im gesellschaftlichen Kontext zu verbessern. Somit befähigen wir unsere Kunden, soziale Kontakte aufzubauen, zu erhalten und ein beziehungsreiches und sinnerfülltes Leben zu führen.
Zielerreichung
Zur Erreichung unserer Ziele orientieren wir unsere Dienst- und Einsatzzeiten an den Bedürfnissen unserer Kunden. Bei allen sie betreffenden Maßnahmen sind die Wünsche der Kunden einzubeziehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigen zur Erfüllung ihres Auftrages Interesse an anderen Menschen, die Fähigkeit, sich in diese hineinzuversetzen und ihre Wünsche herauszuhören. Eine gute Fachausbildung, ständige Fortbildungsangebote, Fachtagungen, ein reger interner Austausch und Reflexion sichern und fördern die Fachlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ermöglichen so, neue Erkenntnisse in die Arbeit einfließen zu lassen. Die Einbeziehung eines modernen Gesundheitsmanagements in alle Organisationsprozesse sichert und fördert die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen. Die Vorgesetzten führen kooperativ und transparent. Ziel ist es, ein Klima sicherzustellen, in dem sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbringen und somit motiviert arbeiten können. Im Vordergrund steht dabei ein Wettbewerb der Ideen und nicht der Personen. Es geht darum, die, im Sinne unserer Kunden, richtigen Dinge zu tun und nicht nur darum, die Dinge richtig zu tun. Dabei hilft uns die Methodik der Individuellen Entwicklungsplanung ebenso wie regelmäßige Gespräche mit den Kunden, ein regelmäßiger Austausch untereinander und der Austausch mit relevanten externen Stellen. Die erfolgte Installation eines Qualitätsmanagementsystems unterstützt die Zielerreichung, stellt Transparenz her und unterzieht die Arbeit einem ständigen Verbesserungsprozess.
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